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        <title>Berlin wehrt sich gegen die Nius-Werbung in der BVG</title>
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        <description>Das rechtspopulistische Portal Nius wirbt in der Berliner BVG mit Slogans gegen öffentlich-rechtliche Medien. Das sorgt für Proteste. Morgens, halb elf in Deutschland: Am Dardanellenweg in Mariendorf stehen zwei Mitarbeiterinnen der Kampagnenorganisation Campact und warten auf Julian Reichelt. Der Nius-Chefredakteur kommt dann auch sogleich angefahren – als überdimensional großes Abbild auf einem Doppeldeckerbus der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). „Morgens um 6 schon wissen, was einen abends um 8 verschwiegen wird“, prangt es unter seinem Gesicht. Der Werbeslogan seines rechtspopulistischen Online-Portals spielt auf die „Tagesschau“ um 20 Uhr an. Die Botschaft: Öffentlich-rechtliche Medien würden Bür­ge­r*in­nen bewusst Informationen vorenthalten. Nius wirbt seit vergangener Woche auf Werbeflächen der BVG; zunächst in der U-Bahn, seit Anfang dieser Woche tauchte die Anti-Mainstream-Media-Message auch auf einem Bus der Linie 282 auf. Begleitet wird der Bus seit Dienstagmorgen von einem Campact-Truck mit der Aufschrift: „Morgens um 6 schon Lügen und Hetze verbreiten.“ Die Nius-Werbung in der BVG hat eine Welle der Kritik ausgelöst. Eine Online-Petition von Campact unter dem Motto „Keine rechte Angstmache in der BVG!“ zählt inzwischen bereits mehr als 128.000 Unterschriften. Kritik kam auch von der Initiative „Springer raus aus der BVG“, die inzwischen 14.000 Follower auf Instagram zählt. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sprach sich in einem Instagram-Post gegen die „Rechtspopulisten-Werbung“ aus. Während die BVG sich hinter externen Zuständigkeiten versteckt, zeigen Ak­ti­vis­t*in­nen Haltung: Bei einer Protestaktion am Montagabend überklebten Ak­ti­vis­t:in­nen der Initiative „Nius raus aus der GSG“ Nius-Werbung in U-Bahnen mit eigenen Slogans im Nius-Branding: „Morgens um 6 schon wissen, wie 1933 alles anfing“, oder „Die Wahrheit: wir sind broke“. 🔗 Den ganzen Artikel lest ihr auf taz.de ✍️ Text: Lilly Schröder und Anna Simbürger 📹️ Kamera: Julian Czép @‌julian_csep ✂️ Schnitt: René Fischell @‌rene.pngDie taz ist eine unabhängige, genossenschaftlich getragene, überregionale Tageszeitung. Um eine kritische Öffentlichkeit zu ermöglichen, veröffentlichen wir alle Inhalte der gedruckten taz auch kostenlos auf unserer Website. Unser freiwilliges Modell "taz zahl ich" ersetzt die Bezahlschranke. Damit das möglich bleibt, unterstütze jetzt die taz mit einem selbst gewählten Betrag:  https://taz.de/zahlich Die taz gibt es digital oder gedruckt auch als Abo - was die taz gleichzeitig am meisten unterstützt und ihre Existenz sichert. Erfahre hier mehr dazu: https://taz.de/abo Die taz in sozialen Netzwerken: https://taz.de/social Hinweis: Die Kommentarfunktion ist derzeit nur während moderierten Livestreams aktiviert, da sie vermehrt für Hate Speech genutzt wurde. Während des Livestreams steht allerdings der Live-Chat für Fragen, Anregungen und Diskussionen zur Verfügung. Vielen Dank für dein Verständnis.</description>
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