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        <title>Wer nicht da ist, verliert: Überlassen wir die Jugend den Rechten? – Podcast „Mauerecho“</title>
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        <description>Wer nicht da ist, verliert: Überlassen wir die Jugend den Rechten Welche Einflussfaktoren entscheiden darüber, ob sich ein frustrierter, wütender Jugendlicher radikalisiert oder seine Wut in etwas Produktives umwandelt? In einer früheren Folge von Mauerecho sagte Sarah Schröder von der Alten Spitzenfabrik, einem soziokulturellen Verein im sächsischen Grimma: „Es hätte damals nur einige Zufälle gebraucht und ich hätte auch bei den Nazis landen können.“ Christian Weißgerber, Gast der aktuellen Folge und ehemaliger Neonazi, erzählt uns, dass es ihm nicht anders ging. Nur landete er am Ende auf der anderen Seite. Eine besondere Rolle spielt, wem Jugendliche begegnen und welche Gemeinschaft ihnen angeboten wird. Nach Weißgerbers Darstellung war die Nachwuchsgewinnung kein Nebeneffekt rechter Politik, sondern strategische Kernarbeit. Wer sich nicht um den Nachwuchs kümmert, stirbt aus. So näherten sich rechtsextreme Kader jungen Menschen über Bekannte und Veranstaltungen mit Angeboten, die zunächst vor allem „ausreichend Spaß gemacht oder den Menschen einen sozialen Raum gegeben haben“, so Weißgeber. Laut der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus ist dies eine gezielte Strategie der rechtsextremen Szene. Sie nutzt Grillfeste, Konzerte, Fußballturniere und andere Freizeitangebote zur Ansprache Jugendlicher. Ideologische Botschaften werden eher beiläufig vermittelt und stehen zunächst im Hintergrund. Heute kann man gerade im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt Ähnliches beobachten: Wahlkampftermine von Ulrich Siegmund erinnern eher an Volksfeste als an klassische Wahlkampfaktionen, die den Alltag nur für kurze Zeit durchschneiden. Rechtsextreme Strukturen erweitern ihre Strategie zudem auf weitere Zielgruppen. „Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz panterstiftung. Er erscheint alle zwei Wochen donnerstags auf taz.de/mauerecho sowie überall, wo es Podcasts gibt. Besonderer Dank gilt unserer neuen Redakteurin Jacqueline Kamp und unserem Sounddesigner Sebastian Jautschus. Foto: Sonja TrabandtDie taz ist eine unabhängige, genossenschaftlich getragene, überregionale Tageszeitung. Um eine kritische Öffentlichkeit zu ermöglichen, veröffentlichen wir alle Inhalte der gedruckten taz auch kostenlos auf unserer Website. Unser freiwilliges Modell "taz zahl ich" ersetzt die Bezahlschranke. Damit das möglich bleibt, unterstütze jetzt die taz mit einem selbst gewählten Betrag:  https://taz.de/zahlich Die taz gibt es digital oder gedruckt auch als Abo - was die taz gleichzeitig am meisten unterstützt und ihre Existenz sichert. Erfahre hier mehr dazu: https://taz.de/abo Die taz in sozialen Netzwerken: https://taz.de/social Hinweis: Die Kommentarfunktion ist derzeit nur während moderierten Livestreams aktiviert, da sie vermehrt für Hate Speech genutzt wurde. Während des Livestreams steht allerdings der Live-Chat für Fragen, Anregungen und Diskussionen zur Verfügung. Vielen Dank für dein Verständnis. #jugendliche #rechtsextremismus #mauerecho</description>
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